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Die Zitate des Grauens (NOV 19)

Liebe Freundinnen und Freunde des politischen Kabaretts,

 

weil ich nach meinem Programm "echt jetzt" immer wieder gefragt werde, ob ich denn nicht die Zitate der Digitalisierungsmacher zur Verfügung hätte, widme ich diesen Blogartikel einzig und allein jetzt nur mal dieser Auflistung. Vor allem, weil darin auch all jene Zitate aufgeführt sind, die es nicht ins Programm geschafft haben, weil es einfach zu viele sind, um sie auf einer Bühne vorzutragen. Aber beim Lesen kann man ja immer wieder mal zwischendrin eine Pause einlegen, um sich an den Kopf zu fassen, oder den Brechreiz zu unterdrücken, oder das Smartphone der Kinder ins Klo zu werfen. In diesem Sinne: Viel Spaß.

 

Tony Fadell, Konstrukteur des Iphones:

 

„Die Leute, die all diese Produkte entwickelt haben, sind priviligierte kinderlose Egozentriker mit einem limitierten Verständnis von Kultur.“

 

„Der kalte Schweiß bricht mir aus, wenn ich darüber nachdenke, was ich und meine Kollegen da in die Welt gesetzt haben. Obwohl Handys eigentlich als Kommunikationsinstrumente angeboten werden, dienen sie tatsächlich vor allem den Bedürfnissen des Einzelnen und sind Mittel der Selbstüberhöhung.“ 

 

„Diese egozentrische Art des Designs fällt nun auf die jüngste Generation, die mit ihm aufwächst zurück. Am schlimmsten ist es bei Kindern. Nimmt man Kindern das Handy weg, ist es so, als würde man ihnen ein Stück ihrer Selbst entreißen. Die Entzugserscheinungen halten tagelang an.“ 

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Sean Parker, ehemals Vorstandsmitglied von Facebook:

 

„Facebook z B hat diese permanente Bestätigungs- Gefälltmir-Feedbackschleife absichtlich eingebaut. Weil sie wissen, dass man damit eine Schwäche in der menschlichen Psyche ausnutzen kann.“ 

„Weil man weiß, dass diese ganzen Smilies und Emojis und Daumen hoch und Herzchen-Symbole kleine Glückshormonausschüttungen stattfinden, die Suchtmechanismen auslösen.“  

 

"Ich habe geholfen, ein Monster zu schaffen. Weiß Gott, was es den Gehirnen unserer Kinder antut."

 

„Die Motivation bei der Entwicklung der Facebook-App war: Wie können wir so viel Zeit und Aufmerksamkeit der Nutzer wie möglich bekommen.“

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Tristan Harris, ehemaliger Designer bei Google:

 

„Das Handy ist nichts anderes als ein Glücksspielautomat in der Hosentasche. Ständig holen wir das Handy heraus, in der Hoffnung auf eine Belohnung. Das Tückische: Weil wir nicht wissen, wann die Belohnung kommt, schauen wir ständig nach. "Variable Belohnung" heißt das Prinzip, das uns süchtig macht. 

 

„Nicht wir tragen die Schuld am Verführt werden, sondern die Unternehmen, die uns verführen. Diese Unternehmen haben ganze Abteilungen mit Designern, die nur damit beschäftigt sind, Apps zu entwerfen, die uns möglichst lange binden, selbst wenn wir uns längst überfressen haben. Die wollen, dass wir möglichst viel Zeit mit ihnen verbringen, weil mehr Zeit mehr Daten bringen, und mehr Daten bringen höhere Einnahmen.“

„Eine Handvoll Menschen, die bei einer Handvoll Konzernen arbeiten, können mit ihren Entscheidungen Milliarden Menschen beeinflussen. Diese Erosion des menschlichen Denkens ist das drängendste Problem der Gegenwart. Wir verlieren unseren freien Willen und werden massenhaft manipuliert.

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Justin Rosenstein, Entwickler des Google Messenger Dienstes, und Miterfinder des 

Gefällt-mir-Buttons bei Facebook: 

 

„Durch dieses ständige Feedback lässt dich das Smartphone irgendwann einfach nicht mehr los.“

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Loren Brichter, Erfinder des Pull-to-Refresh-Prinzips:

"Smartphones sind nützlich, aber ich bereue die Schattenseiten.“

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Roger McNamee, einer der frühen Investoren bei Facebook:

"Facebook spricht unser Reptilienhirn an - vor allem Furcht und Wut. Und mit den Smartphones haben sie einen ständig am Wickel solange man wach ist." 

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Aza Raskin, der Erfinder des endlosen Runterscrollen:

 

Dieses endlose Runterscrollen ist so, als würde man Verhaltens-Kokain über die Social Media Seiten streuen – und die Nutzer kommen deshalb immer wieder zu ihnen zurück. Ich bereue diese Erfindung, weil Social-Media-Firmen ihre Nutzer damit bewusst abhängig machen." 

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Jaron Lanier, früher bei Atari, dann Entwickler der virtual realitiy, und seit 2009 in der Forschungs- und Patentabteilung bei Microsoft: 

„Digitalkonzerne sind Imperien der Verhaltensmanipulation und Zeitvernichtungsdienste, die Handynutzern, ohne dass sie es merken, Terminplan und Konsumverhalten diktieren“

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James Williams, der Designer der Android Apps für Google: 

„Das ist mehr als Ablenkung, mehr als Manipulation, mehr als Suchtverhalten. Die Art und Weise, wie wir auf diese Herausforderung reagieren, wird die prägende ethische, moralische und politische Frage unserer Zeit sein.“

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Chamath Palihapitiya. Ehemaliger Vizepräsident von Facebook:

„Facebook und Co zerreißen die Grundlagen unserer Gesellschaft.“

 



Kommentare

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1 Kommentar
#1 Regina Steinmann schrieb am 29.10.2019 08:38

Ich kann das so unterschreiben.

Es gibt Sachen die dem Menschen nicht gut tun: Auto fahren, Smart phone nutzen. Moderat wäre das alles ok, aber Gier ist nun mal eine Eigenschaft des Menschen, Genügsamkeit für die meisten ein Fremdwort und zudem noch ein Spasskiller , und Spass kommt ja unbestritten inzwischen immer an erster Stelle.

BUTZKOMMENTAR: